Wie im letzten Blog schon angekündigt, wieder ein paar Bilder auf die ich sehr stolz bin und die nicht einfach waren! Aber der Reihe nach…

Von Lusaka fuhren wir an einem Tag an den South Luangwa Nationalpark. Am Gate, wo wir gleich das Ticket für die nächsten Tage kauften, erkannte ich schon das Wachpersonal der letzten Jahre und sie erkannten mich auch wieder! Nachdem wir freundliche Worte ausgetauscht hatten, fuhren wir erst mal zu einem Campingplatz am Fluss.

Gleich am ersten Tag im Park beim „morning-game-drive“ sahen wir ein Auto auf einer Anhöhe stehen. Wir stellten uns dazu und sahen weiter weg erst einen Leoparden und dann noch einen Leoparden von einem Baum durch die Wiese in die Büsche laufen. Die Enttäuschung war groß, da wir die Tiere nur kurz sehen konnten. Einer aus dem Auto neben uns sage aber, dass in dem Baum in der Wiese ein totes Impala hängt, was die Leoparden den Tag oder die Nacht davor erlegt haben müssen.

Wir schauten angestrengt durch unsere Ferngläser und tatsächlich sahen wir ein totes Impala im Baum und siehe da, da war noch ein Leopard versteckt im Baum!

Wir fuhren mit dem Auto von der anderen Seite heran, so nahe wir konnten und beobachteten was geschah! Und das war leider nicht viel. Irgendwann abends lief der dritte Leopard an uns vorbei ins Gebüsch. Irgendwie war das schon interessant zu beobachten, andererseits aber auch irgendwie enttäuschend, weil nichts passiert ist!

Abends zurück im Camp überlegten wir uns, dass da ja noch das Impala im Baum hing und wenn wir Glück hatten, vielleicht wieder am nächsten Tag die Leoparden zu sehen. Allerdings ist am Gate zum Park erst ab sechs Uhr morgens Einlass. Sonnenaufgang ist allerdings schon kurz nach halb sechs! Und bis wir dann vom Eingang zu den Baum mit den Impala fahren ist es schon halb sieben! Das war mir irgendwie zu spät! So entschlossen wir uns, am nächsten Tag schon zu Sonnenaufgang an das Gate zum Park zu fahren!

Die Wärter staunten nicht schlecht, als wir schon um 5:30 Uhr am Eingang waren. Ich erklärte kurz, dass ich Bilder im Park machen will und das jetzt schon Sonnenaufgang ist und später wäre es zu hell … usw.  … und da ich mit den Wachpersonal schon fast ein freundschaftliches Verhältnis hatte, liessen sie mich tatsächlich passieren  🙂

Wir fuhren so schnell wie möglich zu der Stelle vom Vortag. Mit den Ferngläsern suchten wir die Gegend ab. Da lag etwas, was ich erst als Stück Holz identifizierte, doch Magda meinte dann irgendwann, dass sich das Stück Holz bewegt! Und tatsächlich war es ein Leopard, der im Gras auf dem Rücken lag!

Wir fuhren vorsichtig ein Stück näher. Leider war es immer noch ganz schön weit weg und bei der Kamera musste ich einen Extender benutzen, um näher am Objekt zu sein 😉

Plötzlich sprang aus einem Graben der durch die Wiese lief ein zweiter Leopard auf den liegenden Leo! Sie fingen an zu spielen und raufen. Dann war wieder für Minuten Ruhe, einer oder beide Leo´s verschwanden im Graben, kamen wieder zum Vorschein auf der Wiese und „spielten“ weiter!

Nach einer halben Stunde liefen beide Leoparden ins nahegelegene Gebüsch! Wären wir nicht die halbe Stunde früher rein gekommen, hätten wir vielleicht noch gesehen, wie die Leoparden ins Gebüsch laufen … da war ich echt glücklich … für den Rest des Tages konnte ich keine Bilder mehr machen … alles weitere war uninteressant … egal ob Giraffen, Elefanten usw.

Erst am nächsten Morgen entdeckten wir Löwen im Gras, die auf der Jagd waren. Puks kamen ihnen gefährlich nahe und wir dachten schon,  gleich Löwen bei der Jagd beobachten zu können. Doch dann kamen Elefanten vorbei. Als sie die Löwen bemerkten, verscheuchte ein Jungbulle mit Trompetengeschrei die Löwen und es wurde nichts aus der Jagd 🙁

Die nächsten Tage waren nicht uninteressant, allerdings kam nichts mehr an das Leoparden-Photoshooting heran!

An unserem letzten Tag im Park fuhren wir im Norden das steile Escarpment zu einem Ausgang und in Richtung Kapishya Hot Springs! Das ist ein wundervoller Ort, relativ hoch gelegen … es ist also nicht zu heiß und abends kühlt es angenehm ab. Ich war schon mal dort und wusste also, was uns erwartet. Mell, die Frau des Besitzer Mark, ist eine wunderbare Köchin und wir hatten drei tolle Tage an der heißen Quelle und abends immer fantastisches Essen!

Zurück in Lusaka flog Magdalena dann zurück nach Deutschland. Ich hatte noch zwei Wochen um das Auto wieder nach Süd Afrika zu bringen. Am gleichen Tag fuhr ich noch an die simbabwische Grenze und am nächsten Tag gleich wieder in meinen Lieblingspark in Simbabwe! Dort sah ich dann auch in vier Tagen 24 verschiedene Löwen und ein Tier, um das mich viele  Wildtier-Führer beneideten, ein Schuppentier! Ich zeigte den Guides die ich in den Park schon kannte, die Bilder von dem Schuppentier und alle waren total fasziniert von den Bildern. Diese Tiere müssen extrem selten zu sehen sein. Sie alle hatten noch nie so ein Tier vorher gesehen, obwohl einige schon 20 oder 30 Jahren als wildlife-guides arbeiteten! Da war ich natürlich besonders stolz auf meine Bilder … eine kleine Auswahl davon in der Gallery  🙂

Der Rest der Reise verlief zum Glück relativ unspektakulär, außer viel Fahrerei und Auto wieder fertig machen für eine längere Pause!

Viele Grüße aus Berlin,
Euer Jens Cullmann

8 thoughts on “Zambia / Zimbabwe, Okt. 2012

  1. Hoffmann Renate

    Hallo Jens, ich bin begeistert von Deinen Aufnahmen und wünsche Dir weiterhin so viel Glück wie mit dem Schuppentier und den Leoparden. Herzliche Grüße von Renate und Wolfgang

  2. Rudolf

    Hi Jens, macht immer wieder Freude deine blogs zu lesen und die dazu gehörigen Bilder zu betrachten. LG Gitta + Rudolf

  3. Hartmut

    Na, Weltenbummler, schnell mal wieder ein paar Wochen Afrika reingeschoben? Die faszinierenden Fotos schau’n so locker und leicht aus! Schau ich immer wieder gerne an.
    Euch beiden nun: Feliz Navidad y un prospero Ano Nuevo!

  4. Günter + Tessy

    Hallo Jens, deine Bilder sind wirklich super!!!

    Wir wünschen dir noch ein schönes Weihnachtsfest und für 2013 alles Gute und weiterhin immer „lekker pad“ in Afrika.

    Günter und Tessy (Mana Pools)

  5. Folkert

    Hallo Jens,
    schicke Dir hiermit verspätete Neujahrsgrüße wo auch immer hin (D, Süd-/Mittelamerika, Afrika,…??)… ;o)
    Für 2013 weiterhin viele Abenteuer und tolle Bilder wünscht aus Gö.,

    Folkert

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