Momentan fällt es nicht leicht zu schreiben. Irgendwie geht nichts voran.

Nach der Ankunft in Johannesburg, ließ ich in einer Werkstatt einen Service am Auto machen. Erst waren es Kleinigkeiten, Bremsbelege wechseln, Keilriemen wechseln, Öle nachschauen und wechseln, usw. Da kam es schon zu Verzögerungen, da die falschen Bremsbelege geliefert wurden. Freitag sollte das Auto nachmittags fertig werden. Ich kaufte vormittags Lebensmittel ein wie ein Weltmeister, damit ich beim campen wieder lange unabhängig sein kann und nicht zu oft zum Nachkaufen in Städte fahren muß. Dann der Anruf, daß der Toyo weitere Probleme hat.

Bei einer Testfahrt stellte sich heraus, dass beim Gasgeben im höheren Drehzahlenbereich, das Auto zum „ruckeln“ anfängt. Es wurden alle Filter geprüft, die Kraftstoffleitungen kontrolliert usw. bis man schliesslich der Meinung war, dass die Dieselpumpe nicht richtig arbeitet! Der Werkstattmeister meinte, es können durch die lange Standphase des Autos Gummis und Dichtungen spröde und porös geworden sein, so dass der Motor irgendwo Luft zieht.

Leider können sie die Dieselpumpe nicht selbst warten und sie müsse weg gegeben werden … das ganze am Freitag Nachmittags. Samstag und Sonntag wird wie in Deutschland nicht gearbeitet und der kommende Montag ist auch noch ein Feiertag! Meine Stimmung ging in den Keller! Das heißt, frühestens konnte an der Pumpe am Dienstag gearbeitet werden. Realistisch wird sie am Mittwoch/Donnerstag fertig und dann muß sie noch ins Auto wieder eingebaut werden 🙁 Also komme ich vor Ende der nächsten Woche nicht weg  🙁

Glücklicherweise bekam ich von „meiner“ Südafrikanischen Familie ein Auto gestellt und am Wochenende flüchtete ich zu Wendy und Gaetan auf die Farm nach Mpumalanga. Dort kam ich in den Genuß eines Hubschrauberrundfluges über das Tal, das von Gaetan erschlossen wird. Ziel war es, Luftaufnahmen zu machen, damit sich Interessenten ein Bild von der Gegend machen können. Außerdem machte ich ausgedehnte Touren mit dem Quadbike in dem Tal und der Gegend.

Donnerstags ging es dann wieder zurück nach Johannesburg und Freitags, zwei Wochen nach meiner Ankunft, konnte ich das Auto endlich beladen und startklar machen.

Samstag ging es los, Richtung: Namibia. Doch leider kam dieses „Ruckeln“ bald wieder!

Ich habe ja zwei Dieseltanks im Auto. Eine Tankanzeige gab schon vor Monaten den Geist auf. Während der Fahrt am ersten Tag merkte ich, daß auch die zweite Tankanzeige nicht mehr ging. Dann viel auch noch der Tacho und der Kilometerzähler aus! Meine Stimmung und das Vertrauen ins Auto sank ins Bodenlose! Zum Glück fahr ich immer mit GPS. Dieses hat auch einen Kilometerzähler und ich speichere meine Fahrten. Sonst wäre es jetzt schwer, abzuschätzen, wann ich wieder tanken muß. Aber aus der Erfahrung weiß ich in etwa die Reichweiten, der beiden Tanks.

Hinzu kam, dass wieder das Lenkgetriebe anfing, Öl zu verlieren. Das Lenkgetriebe ölte dann so stark, dass es innerhalb eines Tages leer war. Man kann dann zwar noch fahren, beim lenken gibt es allerdings unschöne Geräusche und auf Dauer ist das nicht gut 🙁

Da es Wochenende war, konnte ich keine Werkstatt aufsuchen. Erst war ich in der Gegend um Sossusvlei. Durch den vielen Regen war die Landschaft sehr grün und ganz anders, als ich sie noch in Erinnerung hatte. Leider kam keine richtige Reisestimmung auf, da die Autoprobleme nicht gelöst werden konnten.

Bei Sossusvlei besuchte ich Jon, den ich letztes Jahr in Sambia kennengelernt habe. Er betreibt mit seiner Frau ein Camp zwischen Solitaire und Sessriem. Das Wiedersehen wurde ausgiebig gefeiert.
Er nannte mir eine Werkstatt in Swakopmund und nach zwei Tagen fuhr ich dort hin. Tja und hier steht jetzt mein Toyo und ich bin in Swakopmund verdammt zum nichts tun!

Die Bilanz der letzten Wochen nach Kolumbien vor Süd Afrika / Namibia:

  • Fasching feiern mit Magda und Freunden
  • Familie und Freunde wieder gesehen oder zumindest telefoniert
  • 3 1/2 Wochen Deutschland
  • schöne Spaziergänge mit Magdalena
  • 65ter Hochzeitstag von Oma und Opa

So, ich hoffe bald wieder auch mehr positives von der Reise berichten zu können. Bis dahin, viele Grüße aus Namibia,

Euer Jens Cullmann

7 thoughts on “Deutschland / Namibia, März 2011

  1. Jens

    Leider kann ich momentan keine Bilder hochladen, hoffe aber dieses Problemchen bald lösen zu können!
    Jens

  2. Götz

    Hallo Jens,

    neulich in Südfrankreich ist ein HZJ mit dem gleichen Problem liegen geblieben ;-)) Es gibt einen kleinen Filter in der Einspritzpumpe, der in der Dieselzuleitung – quasi inline – steckt. Wenn du also die Zuleitung abschraubst, sitzt der unten drin. Das ist ein ganz heisser Tip !!

    Hast du die ESP „reparieren“ lassen?

    Gruß Götz (mit funktionierendem Auto)

  3. Irmgard und Jürgen

    Hallo Jens,
    schade, dass Dein Auto Dich so ärgert! Um die Langeweile zu überbrücken, mach doch mal eine Bootsfahrt mit, wo Robben auf das Boot kommen, gefüttert werden und man sie streicheln kann. Ein Frühstück mit Austern und Champagner wird einem auch serviert. Der alte Bahnhof, seit ca. 1910 das Swakopmund Hotel, ist auch sehr interessant.
    Weiterhin good luck!
    Gruß Irmgard u. Jürgen

  4. Harry

    Hi Jens,
    schön endlich wieder von Dir zu hören. Unschön das mit Deinem Toyo, aber das wird wieder.Think Pink. Wenn Du mal wieder im Urlaub im Lande bist melde Dich bei mir, es wartet noch ein Rundflug über Deine Heimat.

    Libe Grüße
    Harry

  5. Jens

    Götz, danke für den Tip. Bei mir was es der Dieselfilter mit der Handpumpe! Der Filter war ok, die Pumpe hatte einen defekt und blockierte!

    Irmgard und Jürgen: Danke für die Tips, aber ich musste ja in der Werkstatt am Auto mit „basteln“! Langeweile hatte ich keine 🙂

    Als Belohnung hab ich mir am Samstag den Wüstenflug geschenkt. Mit dem Gleitschirm wäre es zu windig gewesen!

    viele Grüße aus Swakopmund,
    Jens (mit wieder funktionierendem Auto) 🙂

  6. Eva + Hilli

    Hi Jens, freut mich, das jetzt alles klappt, sowohl mit dem Toyo als auch mit den Bildern ;-). Sind übrigens super!
    Viele Grüsse und keinen Stress mehr!

  7. Marco

    Hey kleiner! Kann man Dich nenn nirgendwohin alleine lassen? ;-))
    Hoffe das jetzt wieder alles „passt“ und wir bald wieder zusammen fliegen gehn koennen…?!
    Heute zum ersten mal den Sigma 8 geflogen… Geil ohne Ende. Ist echt ein Sprung…!
    Vieleicht „SIEHT“ man sich ja mal wieder?!…

    Alles gute. Bis dann

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